Die
aufwändigen feuerpolizeilichen Nachrüstungen, die man Grazer
Hochhaus-Bewohnern vorschreibt, sind bundesweit und EU-weit einmalig
und unsozial", ist Ingrid Moretti von der Grazer Initiative
Hochhaus-Bewohner empört. Seit Jahren kämpft sie gegen die teuren
Auflagen der Behörde. Rund 11.000 Euro pro Wohnung würden Belüftungs-
und Brandschutzanlagen kosten, bei 240 Hochhäusern und 12.000 Wohnungen
entstünden Kosten von 132 Millionen Euro. Die Aktivistin kann
ihre Enttäuschung nicht verbergen. Brachte der Druck ihrer Initiative
die Politik zunächst zum Handeln, erscheint ihr der Erfolg nun eher
gering zu sein: "Der Landtag soll nun zwar einen Erlass für die
Feuerpolizei beschließen. Dieser verbessert aber nichts, ja er dürfte
für Gemeinden nicht einmal bindend sein." Als Knackpunkt ortet
sie den Paragraph 103 im Baugesetz, der die stete Anpassung alter
Häuser an moderne technische Standard erlaube. Diesen sähe sie am
liebsten gestrichen, da die Feuerpolizei diese Kann-Bestimmung zu
rigoros anwende. Da nun aber noch ein Unterausschuss des Landtags
dieses heiße Eisen behandeln will, appelliert Moretti an alle Klubs,
das Anliegen der Hochhausbewohner zu unterstützen. |